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Samstag, 24. Januar 2015

Das Agribusiness boomt in Afrika



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Das Agribusiness boomt in Afrika
// DW.de - News

Die Weltbevölkerung wächst stetig und mit ihr das Interesse von Investoren an Afrikas Anbauflächen. Die versprechen Nahrung - und Profit. Doch können lokale Produzenten mit ausländischen Unternehmen konkurrieren? Der Wind, der am Montag (19.01.2015) durch Berlin pfeift, ist erbarmungslos eisig: Die drei italienischen Touristen, die zum Brandenburger Tor hasten und dabei vorsichtig die gefrorenen Pfützen auf dem Gehweg umschiffen, ignorieren die schwarzen Limousinen, die an ihnen vorbeigleiten, um die Konferenzteilnehmer aus Afrika und Deutschland vor einem von Berlins exklusivsten Hotels abzuladen: dem Adlon Kempinski. Hier diskutierten über einen Tag lang auf der Konferenz "Agribusiness in Africa" Unternehmer und Entwicklungspolitiker aus der ganzen Welt. Ihre zentrale Frage: Wenn afrikanische Regierungen nicht in Infrastruktur und Jugend investieren und längerfristige Kredite für kleine und mittelständische Unternehmen bereitstellen, dann besteht die Gefahr, dass andere die Früchte von Afrikas Landwirtschaft ernten. Laut einer Studie der amerikanischen Universität Stanford aus dem Jahr 2013 befinden sich 60 Prozent aller unbebauten Nutzflächen auf dem afrikanischen Kontinent. Agrarexporte aus Afrika machen aber nur drei Prozent des Welthandels aus. Kein Wunder also, dass Investoren angesichts stetig steigender Bevölkerungszahlen immer mehr mit Afrikas Anbauflächen liebäugeln. "Ich bin mir sicher, dass der Beginn des Agribusiness-Phänomens eine riesige Chance für Afrika darstellt", sagt Fadel Ndiame. Er arbeitet für Agra, die Alliance for Green Revolution in Africa. Die Organisation arbeitet mit Kleinbauern, um ihnen das nötige Know-How zu vermitteln, damit sie im Markt bestehen – und sich gegen die großen ausländischen Unternehmen behaupten können, die gerade in Afrika Fuß fassen. "Wir müssen unsere Partnerschaft mit Afrika als Chance begreifen und nicht als Strafe", ist Ndiame überzeugt und nicht etwa, das man das machen müsse, weil es ein Ultimatum gebe. Ndiame ... Ganzen Artikel lesen »



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Sigurd A.Röber