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Sonntag, 18. Januar 2015

Miese Stimmung in der Landwirtschaft



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Miese Stimmung in der Landwirtschaft
// DW.de - News

Die Grüne Woche, weltgrößte Messe für Landwirtschaft und Ernährung, feiert in Berlin ihr 80. Jubiläum. Der Branche ist allerdings nicht zum Feiern zumute. Schlechte Aussichten drücken die Stimmung. Es ist einmal mehr eine Leistungsschau der Superlative. Bis auf den letzten Quadratzentimeter ist die Grüne Woche ausgebucht. In 26 Hallenkomplexen drängen sich 1658 Aussteller aus 68 Ländern. Partnerland ist diesmal Lettland. Bis zum 25. Januar werden tausende Nahrungs- und Genussmittel präsentiert, in Showküchen wird gebraten und gebacken, ein Erlebnisbauernhof gibt Einblick in die Landwirtschaft und in zwei Tierhallen blökt, grunzt und gackert es. Der schöne Schein kann in diesem Jahr allerdings nicht über die Skepsis hinwegtäuschen, mit der Land- und Ernährungswirtschaft ins neue Jahr gestartet ist. In Deutschland kämpfen die Landwirte nach drei guten Jahren mit einem Abschwung. Die Märkte hätten sich gedreht, klagt Bauernpräsident Joachim Rukwied. "Der Fleischsektor und insbesondere die Preise für Schweinefleisch und Ferkel sind schon seit einem längeren Zeitraum unter Druck." Auch die Preise für die Grundnahrungsmittel Milch und Getreide seien im vergangenen Halbjahr gesunken. "Die Bereiche Zucker, Obst und Gemüse sind ebenfalls unter Druck und das bleibt natürlich nicht ohne Wirkung in der Landwirtschaft." Europäische Apfelschwemme Die Stimmung unter den Bauern ist mies, denn nach guten Ernten in vielen Erzeugerländern übersteigt das Angebot die Nachfrage. Die Konjunktur läuft schleppend, und dazu kommt die Ukraine-Krise mit dem Russland-Embargo. Der russische Importstopp für europäische Agrarerzeugnisse habe das Überangebot in der EU weiter wachsen lassen, erklärt Rukwied am Beispiel der Apfelerzeugung. Aus Deutschland seien lediglich 25.000 Tonnen Äpfel pro Jahr nach Russland gegangen, aus Polen jedoch 600.000 Tonnen. "Diese Menge drängt jetzt auf den EU-Binnenmarkt und hat in Verbindung mit einer guten Ernte dazu geführt, dass der Preis für Tafelobst ... Ganzen Artikel lesen »



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Sigurd A.Röber